Sauberes Wellen e.V.

Eine Bürgerinitiative an der Obermosel

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Widerspruch abgewiesen, erste Versatzstoffe freigegeben!!!

19. November 2013 · Keine Kommentare

Liebe Vereinsmitglieder,

in den letzten Wochen sind leider einige Entscheidungen “gegen” unsere Sache gelaufen.

Der Widerspruch der  Gemeinde gegen den neuen Hauptbetriebsplan wurde abgewiesen, siehe hierzu Artikel 1 und Artikel 2 aus dem Volksfreund.

Des Weiteren wurden auch die ersten Versatzstoffe genehmigt.

Auch in Anbetracht dieser Lage möchten wir Euch an unsere Mitgliederversammlung am Mittwochabend, dem 20.11.2013, im Nitteler Hof, (siehe Rundmail) erinnen. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme!

Euer
Sauberes Wellen e.V.

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Gefährliche Altlasten

21. Juli 2013 · Keine Kommentare

Liebe Mitglieder,

wohin es kommen kann, wenn es kommt, wie es kommt, und wie dabei argumentiert wird, schreibt aktuell der Spiegel hier am Beispiel des Steinkohleabbaus in NRW.

Uns kommen viel zu viele dieser Argumente und Vorgehensweisen doch allzu bekannt vor.

Euer
Sauberes Wellen e.V.

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Einstürzende Neubauten?

30. Juni 2013 · Keine Kommentare

Liebe Mitglieder,

die aktuelle und unserer Meinung nach etwas undifferenzierte Berichterstattung in der Presse zu den Wellener Stollen findet ihr hier.

Wir wundern uns mal wieder, ob denn nun abgebaut wird, um Rohstoffe zu gewinnen, oder ob abgebaut wird, um einzubauen.

Die Hysterie um die Einsturzgefahr teilen wir jedenfalls nicht. Und wenn es alles so gefährlich und unwirtschaftlich ist: Warum lässt man es dann nicht besser ganz sein? Es kann ja nicht sein, dass seit Jahren etwas genehmigt wird, was nach Recht und Gesetz zunächst in Ordnung ist, um später dann - wenn es opportun ist - wie ein Kartenhaus in sich zusammenzufallen. Oder sind unsere Gesetze und Genehmigungsverfahren selbst ein Kartenhaus?

In diesem Sinne anbei unsere aktuelle, gemeinsam mit den Gemeinden Wellen, Nittel und Temmels gestaltete Bürgerinformation.

Viele Grüße
Euer
Sauberes Wellen e.V.

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Veranstaltung in Wellen: Bergrecht bricht Grundrecht

3. Juni 2013 · Keine Kommentare

Bergrecht bricht Grundrecht

Was haben der Abbau von Gestein und Kies, der Versatz von Müll in Bergwerken oder Fracking gemein? Sie werden durch das Bundesberggesetz geregelt. Das geltende Bergrecht ist aus umwelt-, klima- und energiepolitischer Sicht unzeitgemäß und benötigt dringend einer grundlegenden Novellierung. Bürgerbeteiligung, Transparenz oder Rechtsschutz sind derzeit im Bergrecht nur unzureichend geregelt.

Am Freitag,  den 21. Juni 2013 kommen die GRÜNEN Abgeordneten Dr. Tobias Lindner (MdB) und  Andreas Hartenfels (MdL) nach Wellen. Sie sprechen ab 19:30 Uhr im Gasthaus Weber (Moselstraße 8-9) gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern über die Probleme des bestehenden Bergrechtes anhand von Beispielen aus dem Kreis Trier-Saarburg.

Die Abgeordneten Dr. Tobias Lindner (MdB) und Andreas Hartenfels (MdL)  widmen sich im Rahmen ihrer Arbeit diesem Thema.

Alle interessierte Bürgerinnen und Bürger und Kommunalpolitiker/innen sind herzlich eingeladen.

Bergrecht bricht Grundrecht

21. Juni 2013, 19:30 Uhr
Gasthaus Weber
Wellen, Moselstraße 8-9

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In Wellen über die Mosel

13. April 2013 · Keine Kommentare

Liebe Mitglieder,

die Züge der Moseltalbahn sollen Namen erhalten, und zwar Namen von Orten an der Mosel. Insgesamt haben 13 Orte diese Chance. Entscheidend ist eine Abstimmung, an der man auch im Internet teilnehmen kann. Außerdem kann man 20 Saarland-/Rheinland-Pfalz-Tickets gewinnen.

Hier klicken für die Abstimmung auf der Seite der Moselbahn.

Bitte stimmt alle reichlich bis zum 15. Mai 2013 ab. Die Orte mit der besten Beteiligung gewinnen. Da hat Wellen also eine gute Chance.

Viele Grüße
Christoph für Sauberes Wellen e.V.

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Dreck-Weg-Tag 2013

10. April 2013 · Keine Kommentare

Liebe Mitglieder, liebe Besucher,

am Samstag, dem 13. April, findet der Dreck-Weg-Tag 2013 in der Gemeinde Wellen statt. Los geht’s um 10h am Bürgerhaus.

Das Wetter soll ja - es wird auch Zeit! - einladend sein. Wir bitten also um rege Teilnahme.

Euer
Sauberes Wellen e.V.

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Ohne Moos nix los!

4. April 2013 · Keine Kommentare

Liebe Mitglieder, liebe Besucher,

seit Jahresanfang 2013 hatte sich in der Sache Abfallversatz zunächst nicht viel getan. Im Wesentlichen stand bzw. steht die Feststellungsklage der Gemeinde im Raum, die im Mai verhandelt wird. Da der Ausgang dieser Klage ein wesentlicher Eckpfeiler zukünftiger Entwicklungen ist, hat sich Sauberes Wellen entschlossen, hier zunächst “die Füße stillzuhalten”.

Ein proaktives Vorgehen seitens Porr zu den Dorfentwicklungsplänen war nicht erkennbar. Den Grund dafür artikuliert Porr inzwischen offen über die im Folgenden verlinkten Artikel aus dem TV:

Die Presseberichterstattung unterstreicht die von uns seit langem so diagnostizierte Lage: Der aufwendige Untertageabbau von Dolomitgestein in Wellen ist aus sich selbst heraus nicht wirtschaftlich. Abfallversatz ist der einzige Strohhalm, an den sich die TKDZ klammert, um weiter über die Runden zu kommen.

Diese Situation führt zu einer Stagnation der Gespräche am Runden Tisch, da Porr ohne Entscheidung des Gerichts nicht weiter investiert bzw. bei einer negativen Entscheidung des Gerichts sogar die Aufgabe des Geschäfts in den Raum stellt. Diese Situation haben wir in beiliegendem Schreiben an die Ministerin Lemke zusammengefasst:

Der Volksfreund folgert im zweiten der eingangs genannten Artikel sehr schön, dass die Gemeinde im Falle eines Rückzugs von Porr eine Industriebrache am Hals hätte, die zu groß für sie wäre. Das ist vom Volksfreund einerseits sehr treffend beobachtet. Andererseits trifft die hier suggerierte Kausalität den Kern des Problems nicht wirklich. Denn eine Industriebrache hat die Gemeine faktisch schon seit Jahren am Hals, mit oder ohne Porr.

Die Frage ist schließlich, ob diese chronisch unwirtschaftliche Industriebrache durch Abfallversatz nun künstlich beatmet werden sollte. Über den Dreck und Verkehr aus dem Dolomitabbau hinaus mit zusätzlichen Umweltrisiken aus dem Abfallversatz und dem aus dem Versatz selbst entstehenden Dreck und Verkehr. Und bedenkt: Mehr Dolomitabbau schafft immer neuen Raum und ggf. Notwendigkeit für noch mehr Versatz. Ein Teufelskreis! Nachhaltigkeit buchstabiert man anders.

Da wir uns dieser Problematik bewusst sind, haben wir ein belastbares Dorferneuerungskonzept erarbeitet, das ohne das Bergwerk auskommt. Stichworte sind: Ökologische Wohnbebauung, Ansiedelung von modernem, zukunftsorientierten Kleingewerbe und die Einrichtung einer Schaltstelle für den sanften Tourismus an der Obermosel. Manche von Euch kennen das Konzept bereits. Arbeitsplätze, die das Dorf bei Stilllegung des Werkes verliert, würden dabei kompensiert.

Euer
Sauberes Wellen e.V.

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Brücken bauen, am Montag, dem 10.12.2012

6. Dezember 2012 · Keine Kommentare

Liebe Mitglieder,

das Jahr 2013 rückt zwar langsam, aber unaufhaltsam näher.

Ein in der nahen Zukunft wichtiges Thema für fast alle Wellener Bürger ist der Neubau der Moselbrücke nach Grevenmacher, der für 2013 geplant ist. Ein Thema, das die fernere Zukunft aller Wellener Bürger betrifft, ist die Entwicklung des Ortes Wellen. Hierzu hat eine Arbeitsgruppe unseres Vereins Ideen entwickelt; wir berichteten.

Der Gemeinderat und der Verein Sauberes Wellen e.V. laden daher gemeinsam zu einer Gemeinderatssitzung mit anschließender Informationsveranstaltung am Montag, dem 10.12.2012, ein. Es werden zunächst die Pläne zum Brückenbau und anschließend die Zukunftsideen “Wellen 2030″ vorgestellt. Die Einladung findet ihr hier.

Eine schöne Adventszeit wünscht Euch
eure Bürgerinitiative
Sauberes Wellen e.V.

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Vision “Wellen 2030″

11. November 2012 · Keine Kommentare

Liebe Mitglieder, liebe Besucher,

der Volksfreund berichtete am 7.11.2012 über die Vorstellung der Vision Wellen 2030 im Gemeinderat. Den Volksfreund-Artikel findet ihr hier. Dieses Konzept wurde von einer Vereins-Arbeitsgruppe unter Federführung unseres stellvertretenden Vorsitzenden Jean Goedert entwickelt.

Eure Bürgerinitiative
Sauberes Wellen e.V.

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Nach der Sommerpause …

15. August 2012 · Keine Kommentare

Liebe Mitglieder,

die Sommer- und Redaktionsferien sind vorbei, anbei die letzten Neuigkeiten.

Der Volksfreund berichtete, dass die Gemeinden Wellen und Nittel sowie Temmels sich darüber einig sind, dass sie keine Abfalleinlagerung im Wellner Joseph-Stollen wünschen.

Den Wortlaut der Stellungnahme des Wellener Gemeinderats findet ihr auf der Webseite unserer Gemeinde.

Wir fragen uns auch immer noch, ob der neue Stuttgarter Bahnhof nicht doch etwas mit den Versatzplänen der TKDZ zu tun haben könnte. Vielleicht macht die Bahn ja einen guten (Transport-)Preis …

Eure Bürgerinitiative
Sauberes Wellen e.V.

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Zwei Gemeinderäte debattieren …

24. Juli 2012 · 1 Kommentar

Liebe Mitglieder,

lest hier, wann die Gemeinderäte von Wellen und Nittel über den zu verlängernden Hauptbetriebsplan der TKDZ debattiert haben. Wir erwarten gespannt Neuigkeiten über die Stellungnahme der Gemeinderäte zum Hauptbetriebsplan.

Eure Bürgerinitiative Sauberes Wellen e.V.

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Gespräch mit Vertretern des LGB am 5.6.2012

7. Juni 2012 · Keine Kommentare

Liebe Mitglieder,

wir hatten das Landesamt für Geologie und Bergbau (LGB) eingeladen, um mit Dr. Dreher und Herrn Hölzgen, Referat Bergaufsicht das weitere Genehmigungsverfahren zum Bergbaubetrieb und zum Einbringen von Abfällen und die damit verbundenen Fragen zu Kontrollmöglichkeiten, Naturschutz und der möglichen Mitsprache von uns u.v.a.m. zu diskutieren.

Das Gespräch, das sicher noch Stunden länger hätte dauern können, verlief in einer sachlichen, respektvollen Atmosphäre.

Der Stand des Genehmigungsverfahrens ist folgender:

  1. Der Ende April ausgelaufene alte Hauptbetriebsplan wurde bis Ende Oktober 2012 verlängert. Der neue, noch zu genehmigende Hauptbetriebsplan war zum 31.Mai von Porr dem LGB vorgelegt worden und wird vom LGB in diesen Tagen über die VG an die Gemeinderäte von Wellen, Nittel und Temmels zur Stellungnahme versandt.
  2. Ein Antrag auf Bergversatz liegt dem LGB nicht vor, daher wurden zu Fragen unsererseits zum Bergversatz keine Stellung bezogen. Das dazu notwendige hydrogeologische Gutachten liegt dem LGB bisher nicht vor.
  3. Die Beteiligung am und Einsicht in den Hauptbetriebsplan durch die Öffentlichkeit ist in dem Genehmigungsverfahren nicht direkt vorgesehen; der Einfluss des Vereins kann nur über den runden Tisch erfolgen. Das LGB wird jedoch berechtigte Forderungen der Bürger beim Betreiber unterstützen.

Man versprach uns, hohe Sicherheitsmaßstäbe an Kontrolle und Stoffzulassungen anzulegen. Das penetrante Anklopfen von engagierten Gemeinderatsmitgliedern und von uns mit Briefen, Telefonaten und Mails an der LGB-Tür hat offenbar ebenso Wirkung gezeigt wie die mediale Aufmerksamkeit nicht zuletzt durch den Besuch der Wirtschaftsministerin in Wellen. An dieser Stelle bleibt uns also erst mal nur, Vertrauen in die Arbeit des LGB als Zulassungs- und Kontrollbehörde vorzuschießen. Aber wir werden in unserem Bemühen um Transparenz und größtmögliche Schadensbegrenzung nicht nachlassen. Denn eines wurde uns auch klar gemacht: Sollten illegale, nicht genehmigte Stoffe eingebracht werden, besteht kaum eine Möglichkeit, diese wieder aus dem Berg zu holen! Und verabschiedet sich die Porr AG aus Wellen, liegt die Haftung bei den Grundstückseigentümern.

Weitere wichtige Erkenntnis für uns war aber auch erneut, dass die Porr AG in die verschiedenen Richtungen verschieden kommuniziert. Was als großes Entgegenkommen an die Wellener verkauft wird, ist nichts anderes als die Erfüllung von Auflagen des LGB. Hinweise von uns auf Missstände und inakzeptable Vorstellungen der Porr AG waren den LGB-Vertretern nicht bekannt.

Wir sind sicher, dass der Gemeinderat in seiner Gesamtheit diesmal die ihm zustehenden Möglichkeiten bei der Einflussnahme auf das weitere Verfahren sehr verantwortungsvoll nutzt. Denn es steht noch viel auf dem Spiel. Das bisherige Verkehrskonzept der Porr AG verdient diesen Namen nicht. Der Schutz unserer schönen Umwelt hier ist weiter bestenfalls ein Randthema.

Auswirkungen auf Tourismus und Weinanbau spielen für das LGB keine Rolle.

Eure Bürgerinitiative
Sauberes Wellen e.V.

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Schwarz und undercover in Wellen

3. Juni 2012 · Keine Kommentare

Liebe Mitglieder,

zu Pfingsten stand im Trierischen Volksfreund anlässlich des Besuches von Wirtschaftsministerin Lemke in Wellen diese Kolumne zu lesen: Dicke Luft unter Tage

Daraus entnehmen wir dieses Zitat:

„ …dann ist es bisher gängige Praxis gewesen, dass der Landrat und der zuständige Bürgermeister auch eingeladen wurden. Die Übergangenen sind jetzt stinksauer, weil die Lemke und ihre grüne Parteifreundin Stephanie Nabinger groß in der Zeitung sind und sich von den Bürgern als Kümmerer feiern lassen. Dabei war der Landrat vor 14 Tagen auch im Bergwerk, aber das weiß kaum jemand. Er hat’s nicht an die große Glocke gehängt. Da kommt der bodenständige Saargauer raus – auch für Kärrnerarbeit im Untergrund zu haben. Konservativ, effektiv, selbstlos.“

Wir halten fest: Der Landrat Schartz, der sich unseres Wissens nach bisher nicht um die Wellner Bergwerks-Problematik gekümmert hat, suchte zwar den Schulterschluss mit dem Unternehmer, stellte sich aber nicht der Öffentlichkeit und den betroffenen Wellener Bügern. Aber warum regt sich einer eigentlich auf, dass die Ministerin ihn nicht einlädt, wenn er selbst die Bürger und die Gemeinde nicht einlädt?

Ein Jeder mag sich seinen Reim darauf machen.

Wir jedenfalls empfinden dies als weiteres Indiz dafür, dass die Abfallbeseitigung im Josef-Stollen seitens der VG und des Kreises Trier-Saarburg politisch gewollt ist und entsprechend gefördert wird. Und dies - wieder einmal - auf Kosten und ohne Einbeziehung der Wellener Bürger.

Eure Bürgerinitiative
Sauberes Wellen e.V.

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Hohe Politik im Stollen

24. Mai 2012 · Keine Kommentare

Liebe Mitglieder,

es war nur ein Montag, aber ein besonderer.

Besuch der Wirtschaftsministerin Eveline Lemke

Nach langen Wochen des Wartens kam am 21. Mai auf unsere Initiative hin die Wirtschaftsministerin des Landes Eveline Lemke nach Wellen, um sich selbst ein Bild über die TKDZ und die Abfallpläne (Bergversatz) zu machen. Mit dabei ein großer Tross an Fachreferenten und Lokalpolitikern, aber auch ein Fernsehteam, Radio- und Zeitungsreporter. Eingeladen hatten die Grünen des Kreises Trier-Saarburg, nachdem wir im Januar den Kontakt aufgenommen hatten.

Vorab: Für uns war dies ein guter Erfolg, weil wir viel Aufmerksamkeit für unser Anliegen gewinnen konnten. Aber auch die Porr AG hat sich als transparent und seriös darstellen können. Es dürfte uns gelungen sein, die Sensibilität bei der Politik und dem Landesamt für Geologie und Bergbau LGB weiter zu erhöhen. So versprach die Ministerin, immer ein offenes Ohr für die Wellener Bürger zu haben. Eine gewisse Sympathie für die neue Unternehmensführung war ihr aber auch deutlich anzumerken. Da ist sie dann doch ganz die auf Ausgleich bedachte Wirtschaftsministerin, die auch an anderen Schauplätzen mit der Porr AG zu tun hat (Hochmoselübergang).

Nach einer kurzen Einführung gab es eine Rundfahrt durch die riesigen Stollenanlagen. Die Porr AG verstand es gut, die beiden Einsturzgebiete als Begründung für den Bergversatz anzuführen, obwohl beide auf Abbaufehler zurückzuführen sind und keine Instabilität des Berges bedeuten. Aber so etwas bleibt auch bei einer Ministerin hängen.

Im Anschluss gab es fachliche Diskussionen, die insbesondere über den LGB-Direktor Tschauder geführt wurde. Die Vorstellungen über die zu erwartenden Mengen gingen zwischen der Porr AG und dem LGB weit auseinander. Die kritischen Nachfragen von uns und engagierten Lokalpolitikern hinterließen vor allem beim umweltpolitischen Sprecher der Grünen Wirkung Andreas Hartenfels Wirkung, der sich weiter besorgt zeigte und den Besuch als gute Anregung für die zielgerichtete Ausgestaltung der politischen Vorgaben bezeichnete.

Im Anschluss an die Diskussion hatten wir noch kurz Gelegenheit, Herrn Hartenfels und der Ministerin die Idee unseres Dorfentwicklungskonzepts zu unterbreiten. Mit Hartenfels vereinbarten wir, dass wir uns im Herbst mit den Fachleuten aus den Ministerien für Wirtschaft und für Umwelt zusammensetzen werden, um das Konzept fortzuschreiben.

Runder Tisch

Am Abend dann fand nach langer Zeit wieder ein Runder Tisch statt. Hier stellte die Porr AG den aktuellen Stand ihres Hauptbetriebsplanes zur Diskussion.

Die gute Nachricht: Die Porr AG plant das Gelände rund um die Dolohalle aufzugeben, was dann zu einer geringeren Verschmutzung im Kreuzungsbereich zur Waldstraße führen wird. Durch den Rückzug des Werks auf die andere Seite der Waldstraße werden allerdings vermehrt Staubbelastungen an anderen Stellen des Dorfes (Mariensiedlung) auftreten. Des Weiteren rückte die Porr AG von ursprünglichen Produktionszielen ab (800.000 t) und kündigte an, geringere Mengen an vorzugsweise höherwertigen Produkten produzieren zu wollen. Außerdem soll die Produktion so umgestellt werden, dass weniger Abraum außerhalb der Stollen anfällt.

Die schlechte Nachricht: Die Verhandlungen über die Verladestellen und das notwendige neue Transportkonzept erwiesen sich als schwierig: Die Porr AG wollte uns als Verbesserung verkaufen, was so oder so als Behördenauflage zu erfüllen ist, aber bezüglich des Transportes letztlich eine noch größere Belastung darstellt als vorher. Die Gemeinderatsmitglieder und wir waren enttäuscht, dass wir in dieser zentralen Frage nicht weitergekommen sind. Das heißt auch, dass wir mit unserem Dorferneuerungskonzept auf der Stelle treten.

Der runde Tisch einigte sich schließlich auf eine gemeinsame Ortsbegehung, um z.B. die von uns vorgeschlagenen, das Dorf schonenden Transportkonzepte auf Machbarkeit zu überprüfen.

Nächster Termin Runder Tisch

Für den von vielen Teilnehmern dringend geäußerten Wunsch, den Runden Tisch zur transparenten Information aller Bürger wie ursprünglich vereinbart als verbindlichen Termin („Jour Fixe“) am jeweils 2. Dienstag des Monats abzuhalten, konnte leider kein Konsens gefunden werden.

Der nächste runde Tisch ist dennoch für den 12. Juni 2012 um 19.00 Uhr im Bürgerhaus Wellen geplant.

Sonstiges

Derzeit bemühen wir uns massiv um den neuen Hauptbetriebsplan. Die Porr AG verweigert uns den Einblick wegen der Preisgabe sensibler, betriebswirtschaftlicher Daten. Wir sehen nicht ein, warum man diese wenigen Punkte nicht einfach schwärzen kann. So viel zur charmanten Transparenzoffensive der Porr AG. Wir bleiben dran!

Hinweis: Am 5.6. um 15 Uhr trifft sich unsere Arbeitsgruppe „Strategie“ mit Mitarbeitern des Landesamtes für Bergbau und Geologie (LBG), Dr. Dreher, um weitere Fachfragen hinsichtlich der anstehenden Genehmigungen zu erörtern.

Unsere Vereinsadresse info@sauberes-wellen.eu funktionierte einige Zeit nicht, steht jetzt aber wieder für den E-Mail-Kontakt zur Verfügung.

Interessierte Mitglieder und Bürger sind zu allen Termin gern gesehen! Bitte fragt im Zweifel telefonisch oder über o.g. E-Mail-Adresse an.

Eure
Bürgerinitiative Sauberes Wellen e.V.

P.S.: Abschließend noch ein paar Bilder …

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… und das schreibt die Presse

24. Mai 2012 · Keine Kommentare

Der Übersichtlichkeit halber hier separat Links auf Presse und Fernsehen zum Besuch von Eveline Lemke am 21.5.2012:

SWR RP vom 21.5.2012: Alter Stollen als Abfalllager

Volksfreund vom 21.5.2012: Ministerin für offenen Gespräche zu Wellener Bergwerk

Volksfreund vom 22.5.2012: Bergbaufirma wirbt um Vertrauen

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Die dunklen Tiefen unter Wellen (mit Video)

29. März 2012 · Keine Kommentare

Liebe Mitglieder,

anbei ein Link auf einen Volksfreund-Artikel über eine aktuelle Besichtigung des Joseph-Stollens:

Die dunklen Tiefen unter Wellen

Der Besuch fand auf Einladung der Porr AG nach Anregung durch die Grünen-Landtagsabgeordnete Stephanie Nabinger statt.

Ein Volksfreund-Video vom  Besuch findet ihr hier.

Euer Vorstand
Sauberes Wellen e.V.

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Ab sofort öffentlich

19. Februar 2012 · 1 Kommentar

Liebe Mitglieder,

infolge einer Arbeitssitzung, für die nicht breit eingeladen wurde, taten sich in den Reihen des Gemeinderats und des Vereins leider Gräben auf, die nicht auf den Dolomitabbau in Wellen zurückzuführen sind.

Was die Presse darüber schrieb, lesen sie hier.

Im Sinne der gemeinsamen Sache werden wir uns dafür einsetzen, dass zukünftige Sitzungen daher (auch formell) öffentlich stattfinden. Und wir möchten gerade euch Mitglieder auch darum bitten, den Verein als das zu sehen, was er ist: eine offene Interessengemeinschaft. Seht das bitte basisdemokratisch: Wenn ihr zu einer Sitzung kommen wollt, dann kommt! Niemand wird euch nach Hause schicken! Wir sind ein Verein von Bürgern für Bürger, keine Behörde, bei der man einen Antrag stellen muss, um mitzumachen.

Christoph für
Sauberes Wellen e.V.

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Paula, die Dorfsau und der Stollen

21. Januar 2012 · Keine Kommentare

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Bürger an der Obermosel,

die Problematik um das Wellener Bergwerk wird in letzter Zeit auch vermehrt in humorvoller Art “verarbeitet”.

Hier grunzt die Dorfsau“ titelte die “darfscheel” im Dezember und trieb nicht nur die Sau, sondern auch das Wellener Loch durchs Dorf.

Ganz aktuell fand TV-Paula Interesse am Thema in “Über die Zukunft des Stollens“.

Weder der Dorfsau noch Paula war scheinbar ganz klar, welcher Stollen gemeint war, wie groß er ist und … ja, wo liegt er eigentlich genau, dieser Stollen?

In dieser Frage sei auf beigefügtes Fotos eines Lageplans des Bergwerks verwiesen.

Lageplan

Viel Spaß damit. Und passen Sie auf, dass Sie beim Suchen danach nicht in ein schwarzes Loch fallen oder sich im Stollen verirren.

Euer
Sauberes Wellen e.V.

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Neuer Anfang im neuen Jahr?

19. Januar 2012 · Keine Kommentare

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Bürger an der Obermosel,

was die Presse seit dem Ende des letzten Jahres titelte, spricht eigentlich fast für sich:

Eine Zusammenfassung über die Informationsveranstaltung mit der Porr AG und vielen Experten am 16.1.2012 in Wellen findet sich auch hier:

Euer
Sauberes Wellen e.V.

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Bei Nacht zum Schacht

18. Dezember 2011 · Keine Kommentare

Liebe Wellener,

wie es um den Kauf der TKDZ durch die Porr AG steht und warum auch Bergversatz nach hinten losgehen kann steht im Rundbrief 18.12.2011.

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