Sauberes Wellen e.V.

Eine Bürgerinitiative an der Obermosel

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Ohne Moos nix los!

April 4th, 2013 · Keine Kommentare

Liebe Mitglieder, liebe Besucher,

seit Jahresanfang 2013 hatte sich in der Sache Abfallversatz zunächst nicht viel getan. Im Wesentlichen stand bzw. steht die Feststellungsklage der Gemeinde im Raum, die im Mai verhandelt wird. Da der Ausgang dieser Klage ein wesentlicher Eckpfeiler zukünftiger Entwicklungen ist, hat sich Sauberes Wellen entschlossen, hier zunächst “die Füße stillzuhalten”.

Ein proaktives Vorgehen seitens Porr zu den Dorfentwicklungsplänen war nicht erkennbar. Den Grund dafür artikuliert Porr inzwischen offen über die im Folgenden verlinkten Artikel aus dem TV:

Die Presseberichterstattung unterstreicht die von uns seit langem so diagnostizierte Lage: Der aufwendige Untertageabbau von Dolomitgestein in Wellen ist aus sich selbst heraus nicht wirtschaftlich. Abfallversatz ist der einzige Strohhalm, an den sich die TKDZ klammert, um weiter über die Runden zu kommen.

Diese Situation führt zu einer Stagnation der Gespräche am Runden Tisch, da Porr ohne Entscheidung des Gerichts nicht weiter investiert bzw. bei einer negativen Entscheidung des Gerichts sogar die Aufgabe des Geschäfts in den Raum stellt. Diese Situation haben wir in beiliegendem Schreiben an die Ministerin Lemke zusammengefasst:

Der Volksfreund folgert im zweiten der eingangs genannten Artikel sehr schön, dass die Gemeinde im Falle eines Rückzugs von Porr eine Industriebrache am Hals hätte, die zu groß für sie wäre. Das ist vom Volksfreund einerseits sehr treffend beobachtet. Andererseits trifft die hier suggerierte Kausalität den Kern des Problems nicht wirklich. Denn eine Industriebrache hat die Gemeine faktisch schon seit Jahren am Hals, mit oder ohne Porr.

Die Frage ist schließlich, ob diese chronisch unwirtschaftliche Industriebrache durch Abfallversatz nun künstlich beatmet werden sollte. Über den Dreck und Verkehr aus dem Dolomitabbau hinaus mit zusätzlichen Umweltrisiken aus dem Abfallversatz und dem aus dem Versatz selbst entstehenden Dreck und Verkehr. Und bedenkt: Mehr Dolomitabbau schafft immer neuen Raum und ggf. Notwendigkeit für noch mehr Versatz. Ein Teufelskreis! Nachhaltigkeit buchstabiert man anders.

Da wir uns dieser Problematik bewusst sind, haben wir ein belastbares Dorferneuerungskonzept erarbeitet, das ohne das Bergwerk auskommt. Stichworte sind: Ökologische Wohnbebauung, Ansiedelung von modernem, zukunftsorientierten Kleingewerbe und die Einrichtung einer Schaltstelle für den sanften Tourismus an der Obermosel. Manche von Euch kennen das Konzept bereits. Arbeitsplätze, die das Dorf bei Stilllegung des Werkes verliert, würden dabei kompensiert.

Euer
Sauberes Wellen e.V.

Tags: Allgemein

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